Fachausschuss Technik
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Prüfzeichen bei Beleuchtungskomponenten

Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) müssen sämtliche Beleuchtungskomponenten außer Kabel (also Dynamo, Scheinwerfer, Rücklicht, Reflektoren) "zugelassen" sein. Die entsprechenden Prüfzeichen werden auf Antrag des Herstellers vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg vergeben. Sie werden erteilt, wenn die Komponenten den entsprechenden Vorschriften der "Technischen Anforderungen" (TA) genügen. Die TAs sind Anlagen zu § 22a der StVZO. Die Prüfungen selbst werden nicht durch das KBA, sondern durch unabhängige Institute wie z.B. dem Lichttechnischen Institut (LTI) der Uni Karlsruhe vorgenommen. Das KBA veranlasst in bestimmten Abständen Stichproben aus der Produktionsserie, um die Einhaltung der Vorschriften zu prüfen.

Neben den Vorschriften der StVZO und der zugehörigen TAs gibt es auf Europäischer Ebene die ECE-Regelungen der Economic Commission for Europe (eine Institution der UN). Für Fahrräder sind lediglich die ECE R 88 (Retroflektierende Reifen für zweirädrige Fahrzeuge) sowie die ECE R 60 (Kontrolleinrichtungen Motorräder/Mopeds, durch Amendment 3 auf Fahrräder mit Hilfsmotor erweitert) jeweils nebst der Änderungen relevant. Die Prüfung nach ECE-Regelungen findet durch akkreditierte Prüfinstitute statt (z.B. das LTI in Karlsruhe oder der TÜV Nord). Die Vergabe des entsprechenden Prüfzeichens erfolgt dann durch das KBA. Für Kraftfahrzeuge kann aufgrund der Prüfung nach ECE-Regelungen eine europaweit gültige Allgemeine Betriebserlaubnis ausgestellt werden.


letzte Aktualisierung: 2007-01-15

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Fachausschuss Technik - http://www.fa-technik.adfc.de/Komponenten/Pruefzeichen/index.html