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Umwerfer - Abkürzungen

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Hier eine kurze Erklärung der verwendeten Abkürzungen und Spaltentitel:

V: Version, Variante

Manche Modelle tragen eine identische Modellbezeichnung, unterscheiden sich jedoch in weiteren Details. In einigen Fällen sind hierfür spezielle Hersteller-Bezeichnungen bekannt, z.B. bei Shimano.

D: Down-Pull (Anlenkung von unten, bottom pull), T: Top-Pull
L: Large (34.9 mm), M: Medium (31.8 mm), S: Small (28.6 mm) Schellendurchmesser
3: Sitzrohrwinkel 63-66 °, 6: 66-69 °
Bei Sachs bezeichnen C: Compact Drive, N: Normal Drive.
Manchmal gehen die Variantenbezeichnungen auch direkt in die Modellnummer ein. So deutet in der Regel die Erweiterung -F auf die Montage an Anloetsockeln (fitting) hin, die Erweiterung -E auf die Montage am Tretlager, meist ueber Adapter-Platte.

n: Zahl der Kettenblätter

... in der Regel zwei oder drei;

r: Zahl der Ritzel

Die Breite des Umwerferkäfigs kann beeinflusst werden durch die Breite des Ritzelpakets hinten. Daher wurde die Emfpehlung aufgenommen, für welche Ritzel-Zahlen der Umwerfer spezifiziert ist. Da neuere Ritzel teilweise schmaler sind, ist die Ritzelzahl nicht automatisch ein Ausschlusskriterium.

m: Masse [g]

m nennt die Masse, die üblicherweise mit dem Gewicht gleichgesetzt wird. Die genutzte Einheit ist das Gramm, g.

T: größtes Kettenblatt [Zähne]

Maximale Kettenblattgröße - im Rennradbereich meist über 50, im MTB-Bereich typischerweise geringer. Durch immer kleinere Ritzel werden auch Kettenblätter kleiner - positiv für Gewicht, durchwachsen für die Stabilität, negativ für die Lebensdauer.

Die Angabe erfolgt in "Zähnen" (teeth).

TD: Differenz zwischen größtem und kleinsten Kettenblatt [Zähne]

TD ist die sog. Schaltkapazität zwischen dem größten und dem kleinsten Kettenblatt. Bei zwei Kettenblättern entspricht dies der maximalen Differenz zwischen grossem und kleinem Kettenblatt, bei drei Kettenblättern zwischem den beiden äusseren.

Auch hier erfolgt die Angabe in "Zähnen" (teeth).

TM: Differenz zwischen größtem und mittlerem Kettenblatt [Zähne]

Für drei Kettenblätter kann auch die max. zulässige Differenz zwischen grossem und mittlerem Kettenblatt angegeben werden.

Auch hier erfolgt die Angabe in "Zähnen" (teeth).

P: Anlenkung

An die Umwerfer kann der Schaltzug von oben oder unten herangeführt werden, typischerweise also entweder über das Ober- und Sitzrohr oder über das Unterrohr und Tretlager. Die Anlenkung von oben wird als top pull oder, bei Shimano, als top swing action bezeichnet, die Anlenkung von unten als bottom pull oder down pull (Tretlager: bottom bracket).

Manche Modelle werden nur in der einen oder anderen Form angeboten (B: Bottom-pull, T: Top-pull). Für manche Modelle gibt es die eine oder andere Variante (B/T: Bottom oder Top pull Varianten). Manche Modelle ermöglichen direkt die eine oder andere Ansteuerung, z.B. durch zwei verschiedene Klemm-Möglichkeiten (BT: Bottom und Top pull Anlenkung).

M: Montage

Umwerfer können auf drei Arten montiert werden: am Sitzrohr mittels Schelle, auf Anlötsockeln oder über Adapterplatten am Tretlager.

Für die Montage mittels Schellen (Klampe C: Clamp) sind passende Sitzrohrdurchmesser zu beachten (vgl. oben). Typische Größen sind hier 28.6 mm (1 1/8 Zoll), 31.8 mm (1 1/2 Zoll) oder 34.9 mm (1 3/8 Zoll)). Manche Schellen eignen sich auch für mehrere Durchmesser (MC: Multi Clamp).

Im Rennradbereich üblicher ist die direkte Montage auf Anlötteile am Rahmen (F: Frame mount). Daher gibt es unterschiedliche Varianten für die eine oder andere Montageart (F/C: Varianten zur Montage über Klampe oder Anlötsockel). Manche Modelle für Rahmenmontage können durch separate Klampenadapter am Sitzrohr montiert werden. Manche Modelle können durch Demontage der Klampe auch direkt auf Anlötsockeln montiert werden (FC: Montage über Klampe oder Anlötsockel).

Neue Rahmengeometrien ohne Sitzrohr (z.B. Y-Frames oder verschiedene gefederte Modelle) erfordern eine alternative Montageart. Hier kann der Umwerfer über Adapterplatten (P) am Tretlager befestigt werden. Einige Platten erfordern hier noch besondere Abstützungen (PB: Plattenmontage mit Bolzen). Dies mag erklären, warum bei der eigentlich beliebigen Ausrichtbarkeit der Platte eine Berücksichtigung von Sitzrohrwinkel und Sitzrohrdurchmesser erforderlich ist (vielleicht schlichen sich bei der übertragung einfach auch nur Fehler ein). In der Regel sind für die Plattenmontage speziell geeignete Tretlager erforderlich, die die mechanische Belastung dieses Adapters tragen können.

C: Kettenlinie [mm]

Für den leichten, leisen Lauf ist die Kettenlinie zu berücksichtigen - in der Regel die ideale Ausrichtung der Mitte von Kettenblättern und Ritzeln. Eine einstellige Zahl gibt hier in der Regel den Abstand von Sitzrohr- bzw. Tretlagermitte zur Kettenblätter-Mitte an, ein Bereich den möglichen Auslenkbereich des Umwerfers.

Die Angabe erfolgt in der Einheit Millimeter.

a: Sitzrohrwinkel / Kettenwinkel [°]

Für die Montage und korrekte Funktion über den spezifizierten Schaltbereich ist die Ausrichtung des Umwerfers zu Kettenblättern und Kette von Bedeutung. Daher gibt es nur für bestimmte Winkel geeignete Modelle, Varianten für unterschiedliche Winkel oder einstellbare Modelle, die über einen größeren Bereich nutzbar sind.

Dieser Winkel wird hier Sitzrohrwinkel genannt. Genaugenommen handelt es sich um den Winkel zwischen Sitzrohr und Kettenstreben bzw. dem Winkel zwischen Umwerfer-Montage, Tretlagerachse und Hinterradachse. Der Sitzrohrwinkel wird in der Regel relativ zum Erdboden gemessen. Bei horizontalen Kettenstreben, die also parallel zum Erdboden verlaufen, ist dieser Winkel gleich zum hier erforderlichen Kettenwinkel.

Die Angabe erfolgt in ° (rechter Winkel: 90 °).

d: Sitzrohrdurchmesser [mm]

Für die Montage mit Schellen ist die jeweilige Variante mit dem passenden Sitzrohrdurchmesser erforderlich (Ausnahme: Mutli-Clamp). Bei Anlötsockeln ist dieses Maß nicht erforderlich.

Die Angabe erfolgt in der Einheit Millimeter.

*: sonstiges

Weitere Daten sind zu manchen Komponenten verfügbar, speziell

Solche Details können in der aktuellen Darstellung nicht präsentiert werden. Eine vollständige Anzeige mit weiteren Details, Bildern, Tests, Erfahrungsberichten etc. ist für die nächste Ausbaustufe in Vorbereitung.

Neue Daten werden gerne in die aktuelle Version mit eingearbeitet. Senden Sie Ihre Informationen bitte an den unten genannten Ansprechpartner.

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Martin Trautmann

letzte Aktualisierung: 2003-10-17

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Fachausschuss Technik - http://www.fa-technik.adfc.de/Komponenten/Umwerfer/UmwerferAbk.html